Olaf Dieme Naturfotografie

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(Die Fotogalerien sind ganz unten zu finden)




In der Nach vom 16. auf den 17.11.2018 war es sehr klar und so beschloss ich ein paar Deep-Sky Aufnahmen von meinem Balkon in Bochum aus anzufertigen (Großstadt-Deep Sky).

Der Reflektionsnebel IC 349 , welcher vom Stern Merope in den Plejaden angestrahlt wird, stand schon länger auf meiner Fotoliste.



Aufnahme mit Refraktor Vixen ED 115/890 und starker Bildnachvergrößerung mit einer Olympus OMD-EM 10/II bei ISO 800 und einminütiger Belichtung.

Natürlich wurden auch die Plejaden (Siebengestirn) im ganzen fotografiert, dazu wurde die Brennweite mit einem Vixen Reducer 0,67x verkürzt. Die Belichtungszeit wurde auf drei Minuten verlängert. 

 




Da auch der große Orionnebel noch zu sehen war, wurde er kurzerhand auch abgelichtet, interessanterweise ist die Kamera doch einigermaßen gut im Roten H-Alphalicht empfindlich (nicht umgebaut). 

Einminütige Belichtung bei ISO 800 mit Olympus OMD-EM 10/II und Vixen Refraktor ED 115/890+Reducer 0,67x.







Im Oktober 2018 konnte der Kugelsternhaufen M15 vom Balkon in Bochum aus beobachtet werden. Visuell mit Bino ein wunderschöner Anblick.

Aufnahme mit Refraktor Vixen ED115/890 Fokal und der Olympus OMD-EM10/II bei ISO 800 und einer Minute Belichtungszeit.





Am Nordpol des Mondes :

In der Nacht vom 27. auf den 28.09.2018 konnte der Mondnordpol besonders gut beobachtet werden; dank einer sehr starken Libration in Breite von +6,6°. Die Libration in Länge betrug -5,0°, was aber für den Nord- oder Südpol weniger wichtig ist. Über die im unteren Bild dargestellten Krater habe ich mich mit dem Rükl Mondatlas zum Gebiet des Mondnordpols durchgearbeitet. Beobachtet wurde mit dem Vixen ED115s und Bino bei 120x, 167x und 215x Vergrößerung. Das Foto entstand mit dem Refraktor und 2x und 1,4x Fotokonverter + Hellgelbfilter mit einer Olympus OMD-EM10 II als Einzelbild. 

Wichtig für die Beobachtung der randnahen Details ist die Kenntnis der vorhandenen Libration des Mondes.



 

 

 

 



Hier ist noch das passende Übersichtsbild zum obigen Thema "Mondnordpol".




In der Astrozeitschrift "Sterne und Weltraum 09/2018" wurde der Stern P Cygni vorgestellt. Dieser soll ein Kandidat für eine baldige Supernova sein (in astronomischen Zeiträumen, heute oder ein paar tausend Jahre später...). Am 12.08.2018 (Perseidenabend) konnte ich ein Bild von diesem Stern aufnehmen, er befindet sich nicht weit vom offenen Sternhaufen M29 und dem Stern Gamma Cygni, welcher in der Mitte des Sternbildes Schwan (Cygnus) zu finden ist.

Aufgenommen mit einer Olympus OMD-EM 10II und dem Olympus 75-300mm Telezoom bei 200mm (+leichter Bildausschnitt) und Blende 6,1 bei 800ISO und 1min Belichtungszeit, nachgeführt auf der Vixen GP-D2.




 

 

 

 

 Hier noch ein Bildausschnitt vom obigen Bild: links oben M29 und am rechten Bildrand etwas unterhalb der Mitte ist P Cygni, etwas oberhalb von diesem verläuft eine auffällige Sternenkette zur Orientierung.  





Mondfinsternis am 27.07.2018:

Diese besonders lange Mondfinsternis viel zeitlich gerade noch in unseren Sommerurlaub an der Ostsee. Leider konnte ich mein Teleskop nicht mit nehmen, das Gepäck meiner 19-jährigen Tochter füllte irgendwie mein Auto. Also kam die Fotoausrüstung mit dem 45-mm-Objektiv (Bildwinkel wie 90 mm KB) für die Übersichtsaufnahme und das kleine Telezoom 4,8-6,7/75-300 mm für die Detailaufnahmen auf einem Fotostativ zum Einsatz. Auf einer Anhöhe oberhalb der Steilküste gab es einen wunderschönen Ausblick über die Ostsee auf Boltenhagen mit der Nachts beleuchteten Seebrücke und dem ebenfalls beleuchteten Strand. Es fanden sich noch einige Urlauber am Beobachtungsort ein und so wurde diese Mondfinsternis zu einem sehr schönen Urlaubsabschluss. (Detailbilder Mond links um 23:16 Uhr, Mitte um 23:21 Uhr und rechts um 23:46 Uhr MESZ).






Lichtstrahl-Ereignis im Krater Hypatia:

Am Abend des 20.05.2018 konnte ich einen wunderschönen Lichtstrahl im Krater Hypatia beobachten. Ich war mit zwei Astrokollegen (Dirk und Udo) zum beobachten in die Elfringhauser Schweiz (südl. von Bochum) gefahren um den Mond und den Sternenhimmel zu beobachten. Kollege Udo machte mich auf den "interessanten Lichtstrahl in einem Krater" aufmerksam, ich war gerade mit den Landegebieten von Apollo 11+17 beschäftigt, und so konnten wir zusätzlich das Lichtstrahlereignis im Hyperia über einen längeren Zeitraum verfolgen. 

Aufnahme mit Refraktor Vixen ED 115/890 und Hellgelbfilter sowie 2x und 1,4x Fotokonverter.

 

 

 

 

 

 

Das Ende der Bedeckung des hellen Sterns Aldebaran (Sternbild Stier)durch den Mond am 23.02.2018 konnte in einem Video festgehalten werden (Vollbildmodus empfohlen):

Als Aufnahmetechnik kam mein Vixen ED 115/890mm Refraktor und Panasonic G6 im Videomodus zum Einsatz, die Brennweite wurde noch durch einen 2x und einen 1,4x Fotokonverter sowie einer 2x Digitalverstärkung verlängert.

Leider habe ich vom Beginn der Bedeckung kein Video sondern nur ein Foto.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein wenig Deep-Sky fotografiere ich auch mal, hier sind ein paar Aufnahmen vom Oktober 2017:

  alle drei Bilder mit Nikon Ai 2,8/135 Objektiv und Panasonic G6 als Einzelbilder

 

 

 Der Stern Rho Cassiopeiae gilt als der wohl beste Kandidat für eine baldige Supernova in unserer Galaxie (naja gleich oder in  ein paar tausend Jahren...), er ist leicht neben dem Sternbild Cassiopeia und etwas über dem Sternenhaufen NGC 7789 zu finden.

 

Hier sieht man NGC 7789 noch mal in sw im gleichen Bildausschnitt wie in dem Buch "Deep Sky Reiseführer" 1. Ausgabe S. 121. Oben rechts hell strahlend wieder Rho Cassiopeiae.

 

 

Sonne aktuell vom 02.09.2017 und 03.09.2017 mit AR 12674

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Meine Aufnahmen aus dem April 2017  

alle Fotos sind Einzelbilder mit einer normalen Systemkamera Panasonic G6 

 

 

 Planet Jupiter mit vier Monden und dem Großen Roten Fleck am 09.04.2017 um 00:21 MEZ.

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 Die Regenbogenbucht (Sinus Iridum) und der Krater Plato (oben rechts).

 Mons Gruithuisen Gamma und Delta sind unten links zu erkennen. Nacht vom 08./09. 04.2017.

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 Die Auswurfstrahlen des Kraters Copernicus. Links am Bildrand ist auch noch der kleinere Krater Kepler zu sehen.

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 Aristarchus-Plateau mit dem Vallis Schröteri (Schrötertal). Nacht vom 08. auf den 09. April 2017.

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 Krater Ina (zu klein, nicht zu sehen) aber ein Bild zum Aufsuchen. Ein schöner Bericht über diesen Schaumkrater gab es vor kurzem zu lesen im Spektrum-Verlag. Aufnahme am 04.04.2017.

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 Mare Nectaris mit Umgebung. Es kommen schon viele Kleinkrater zum Vorschein.

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 Unterwegs nördlich vom Mare Serenitatis, schöne Kratergegend.

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Ein halber Mond am 03.04.2017, schöne Libration in Länge und Breite, das Mare Humboldtianum ist gut zu sehen.

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NEU:    Aktuelle  Astrobilder vom 06.01.2017:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bilder vom 06.12.2016 und 16./17.12.2016:

 

 

 

  

 

 

 

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 Videoecke (Vollbildmodus empfohlen) :  

Hier kann man sich ein kleines Mondvideo ansehen, aufgenommen mit meinem Refraktor 115mm und der Panasonic G6 Fotokamera im Videomodus:

wer wissen möchte, wo er sich befindet, im Rükl Mondatlas geht es auf Karte 65+66 los und dann weiter mit Karte 56, 45, 34, 23, 13 und 5, also etwa Halbmond vom Süden nach Norden.

Eine kleine Video Mondreise

 

 

 

 

 

 

 

 Planet Jupiter bei nicht so toller Luftruhe im 115mm Refraktor und Panasonic G6

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 Ein Video welches das Mond X (Lunar X) zeigt; überraschend flog ein Flugzeug durch das Bildfeld. Vollbildmodus unten rechts empfohlen !

 

 

 Folgende besondere Mond-Beobachtungstipps sind in der Mondgalerie zu finden:

- Apollo 11, 12, 14, 15, 16 und 17  Landegebiete 

Zwölf Menschen waren bisher auf dem Mond (pro Landung zwei) für uns Beobachter vorteilhaft alle auf der uns zugewandten Vorderseite. Aber wo war das... in der Bildergalerie sind die Landegebiete zu finden.

 

- Hesiodus Lichtstrahl

Etwa zwei Tage nach Halbmond findet das Ereignis des "Lichtstrahls im Krater Hesiodus" statt. Dabei fallen die Sonnenstrahlen durch eine Kraterwall-Lücke zwischen Pitatus und Hesiodus auf den noch unbeleuchteten Kraterboden von Hesiodus.   Eigentlich müsste dieses Ereignis ja einmal im Monat stattfinden und wäre dann auch nichts besonderes. Da aber der Mond zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs über Hesiodus  nicht immer über dem Horizont steht (am Beobachtungsplatz), ist dieses schöne Ereignis  nur selten zu sehen, oft nur etwa zwei mal im Jahr. Kurz gesagt, die Lichtgrenze muss stimmen. Dann sollte auch noch das Wetter mitspielen, so das es Jahre dauern kann, bis man das Ereignis beobachten kann. Es kann schon um die zwei bis drei Stunden dauern, wenn man es komplett vom ersten Licht am westlichen Kraterrand bis zum langgezogenen Lichtkegel sehen will.  Ich persönlich konnte es bis jetzt zweimal beobachten. Für mich war es auch visuell im Vierzöller mit Bino ein wunderschönes Erlebnis.

 

 

-  Miyamori Tal

Wer in den Büchern Mondatlas von A. Rükl oder im neuen Fotografischen Mondatlas nach "Miyamori-Tal" sucht, wird nicht fündig werden. Allenfalls im Fotografischen Mondatlas (Oculum Verlag) auf Karte 66 oberste Bildkante ist es zu erkennen, wird aber nicht benannt. Das hat einen guten Grund: es handelt sich nicht um einen offiziell vergebenen Namen sondern wurde im April 1936 vom japanischen Beobachter Sakuzo Miyamori (Protokoll Berliner Mondbeobachter Nr. 516) erkannt.
Auf Grund der Lichtverhältnisse ist es nur wenige Stunden zu sehen, ich habe mich vorher schon über die Lichtgrenze informiert, wann es zu sehen ist und konnte es mehrfach erfolgreich beobachten. 

 

-  Gruithuisen Mondstadt

Wer hat schon mal was von der "Gruithuisen Mondstadt" auf unserem Erdtrabanten gehört ? Wo ist diese dort zu finden?
Im Jahr 1824 veröffentlichte der erfahrene Selenologe (Mondbeobachter) Baron Franz von Paula Gruithuisen seine Beobachtungen einer angeblichen Mondstadt in der Schrift: " Entdeckung vieler deutlicher Spuren der Mondbewohner besonders eines collosalen Kunstgebäudes derselben".
Sein größtes Fernrohr war lt. dieser Schrift ein 4 Pariser Zoll (a 2,707mm)großer Fraunhofer-Refraktor mit 60 Zoll Brennweite, also 108/1624mm. Dieser war nicht azimutal aufgestellt. Er hatte aber auch kleinere Fernrohre im Einsatz. Seine Beobachtungen begannen schon einige Jahre vor der Veröffentlichung.
Er sah dort Mondgebäude, Wälle, Tempel usw.. Das ganze hat er dann in der umfangreichen Schrift (siehe oben) niedergeschrieben (anstrengend zu lesen mit der damaligen Ausdrucksweise). Es brachte ihm wohl einigen Spott damals ein.

 

 

-  Mare Orientale

Das Mare Orientale befindet sich im Librationsgebiet des Mondes und ist deshalb nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen (gut) zu sehen. Man sieht es nur wenige Stunden vor Vollmond (Bezug Lage am Terminator für perfektes Licht), gleichzeitig muss der Mond aber eine große negative Libration in Länge und Breite haben (hier in der Bildgalerie L -3,0°, B -6,5°), damit das Mare auf die Vorderseite vordringen kann. Die Aufnahme in der Bildgalerie wurde schon Monate vorher mit Hilfe des Ahnert (Sternkalender) geplant und das Wetter war an diesem Tag perfekt. Sehr interessant ist es übrigens, wenn man zur Betrachtung ein Aufsichtsfoto des Mare Orientale einer Raumsonde verwendet, ansonsten Rükl Mondatlas S. 188.
Wer den neuen "Fotografischer Mondatlas" besitzt, der Vergleiche mit Karte 68, die Beleuchtung ist fast identisch !!

 

 

-  Librationsgebiete

Die Libration ist eine Art Kippeln des Mondes (mal frei übersetzt), die dazu führt, das auch Oberflächendetails der Rückseite zu sehen sind, es sind insgesamt 59% der Mondoberfläche sichtbar (Vorderseite allein 50%). Man kann diese Details auch als selten sichtbare Monddetails bezeichnen. Für mich ist die fotografische Jagd eine interessante Aufgabe, schließlich muss man sich vorher erst sehr ausführlich mit der Libration in Breite und Länge und der Lichtgrenze beschäftigen um Erfolg zu haben. 

 

 - Mond X oder auch Lunar X

 

  

 

 

 

 

 

Mond


 

 

 

 

 

 

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Venustransit 2012


 

 

Merkurtransit 2016


 

 

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